Mittwoch, 25. Juni 2014

[Rezension] "Der Richter und sein Henker" Friedrich Dürrenmatt




Titel: Der Richter und sein Henker
Autor: Friedrich Dürrenmatt
Verlag: rororo
Preis (Taschenbuch): 5,99€
Seitenanzahl: 128
ISBN: 978-3499101502
Erscheinungstermin: 1. Juli 1955
Buchreihe: Ja (Bärlach-Reihe)
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          (Quelle)



Die Idee zur Lektüre ist toll, doch bei der Umsetzung hapert es leider gewaltig,
Zwar wird die Geschichte zwar aus verschieden Perspektiven erzählt, dennoch fühlt man sich als Leser als Außenstehender und bekommt nur immer das Wichtigste mit. Mehr leider nicht. So erfährt man kaum etwas Näheres von den Hauptpersonen, außer das, was zum Verständnis der Auflösung beiträgt und kann sich so leider überhaupt kein Bild von den Protagonisten machen, geschweige denn sich mit ihnen identifizieren. Man weiß zum Beispiel nur etwas über Bärlachs Beruf, Krankenakte und sein Junggesellendasein, doch ich hätte mir noch wesentlich mehr Anhaltspunkte über seinen Charakter gewünscht. Was ihm so durch den Kopf geht, welche Hobbies er hat oder auch ob er von einer Frau geschieden ist, aber Kinder hat. Diese banalen, aber dennoch interessanten Dinge machen doch Personen aus und lassen die Geschichten lebhaft wirken. Und lebhaft ist das Buch nun wirklich nicht, was vor allem aber am Schreibstil liegt. Dieser ist nämlich altmodisch, objektiv und unglaublich oberflächig. So schwindet die Lust zum Weiterlesen jede Seite ein bisschen mehr, sodass man am Schluss schon kämpfen muss, um das Buch fertig zu lesen. Und das bei gerade mal 128 Seiten. 
Denn die Spannung bleibt größtenteils auch aus, da der Fall erst in den letzen 5 Seiten gelöst wird. Doch die haben es in sich. Denn in diesen letzten 5 Seiten wird ein total überraschendes Ende enthüllt und es kommt richtig zur Sache. Denn in diesen Seiten gibt es mehr Spannung, Überraschung und Aktion als in den vorherigen 120 Seiten und man erkennt an diesen Punkt erst die Genialität Bärlachs.
Wenn Dürrenmatt diese Geschichte in ein 300 Seiten Buch verpackt, und man viel mehr Informationen über Personen, Orte und Sonstiges geliefert bekommen hätte, wäre es ein richtig spannender und mitreißender Kriminalroman geworden.

Ein kompliziertes und oberflächliches Buch mit einer tollen Idee und einem sehr gutem Ende. Dennoch konnte mich "Der Richter und sein Henker" auf keinsterweise Weise überzeugen. 2 von 5 Punkten.
Cover/Titel: 2/5 Punkten
Protagonisten: 1/5 Punkten
Spannung: 2/5 Punkten
Inhalt/Idee: 4/5 Punkten




Über den Autor:
Friedrich Dürrenmatt wurde als Sohn eines Pfarrers am 5. Januar 1921 im Schweizer Kanton Bern geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der kleinen Gemeinde seines Vaters, das Dorfleben prägte ihn: Er sei einfach kein Städter, sagte Dürrenmatt von sich. 1935 zog die Familie nach Bern, wo der junge Dürrenmatt später auch studierte: Philosophie und Naturwissenschaften sowie Germanistik. Außerdem interessierte er sich leidenschaftlich für expressionistische Malerei. Während der Studienzeit entstanden dann erste - expressionistische - Texte. 1947 wurde in Basel sein Drama "Es steht geschrieben" uraufgeführt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Entscheidung, ob er denn nun Maler oder Schriftsteller werden solle, gefallen. Als Autor von Weltgeltung starb er am 14. Dezember 1990 in Neuenburg. (Quelle)


Viel Spaß beim Lesen!
Eure Mary♥

Kommentare:

  1. Liebe Mary
    Da gehen die Geschmäcker anscheinend etwas auseinander ;) Mir hat das Buch äusserst gut gefallen, da ich die Spannung im Buch sehr gut fand, aber vielleicht wäre es heute auch wieder anders ;) Hast einen schönen Blog!
    LG

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  2. Heihey, ich bins wieder;)
    Du hast von mir einen Award verliehen bekommen und wurdest damit getaggt ;) Würde mich freuen, wenn du mitmachen würdest.
    Glg und einen sonnigen Tag

    http://bookcrossingbuecherwurm.blogspot.ch/

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Senf dazu♥